Sinnliches Dessous

Kein anderes Dessous ist in der Lage, dem Body eine so reizende Gestalt zu gewähren, wie die Corsage. Im Gegensatz zu einem Korsett ist eine Corsage nicht steif, sondern bringt die weiblichen Formen bestmöglich zur Geltung. Wegen der Hervorhebung von Brust und Hüfte, sorgt sie für eine bildhübsche Silhouette, und in Kombination mit Strapsen wirken die Beine länger und verführerischer.

Dessous im Wandel der Zeit

Die Historie der Corsagen fängt an in Paris, berühmt als die Stadt der Liebe sowie Haute Couture. Dort kleideten sich die Damen bereits Ende des 18. Jahrhunderts mit durch Fischgräten verstärkten Corsagen, um die Brust zur Geltung zu bringen. Um die Brüste einerseits größer und standhafter erscheinen zu lassen und die Hüfte andererseits weit schlanker, wurden die Corsagen äußerst straff verschnürt. Außer den Edeldamen, war sich außerdem eine Kaiserin der Qualitäten einer Corsage durchaus klar und benutzte diese, um die Kurven ihres Körpers gekonnt zu akzentuieren.

Sogar die adligen des Königshofes der namhaften Kaiserin Sissi in Österreich sollten die Corsagen äußerst fest zusammenbinden, und dass, obwohl dies zu damaliger Epoche bedeutete, ausschließlich steif sitzen und wenig atmen zu können.

Das Zentrum des Körpers

Die Taille markiert das Zentrum des Bodys und mit einer Corsage wird jene Mitte sichtbar gemacht. Lange glich das Ideal einer Sanduhr mit zwei ein wenig dickeren Bereichen oben sowie unten, doch im Zentrum sollte es so schmal wie nur machbar sein. Der Nutzen der Corsage hat sich bis heute nicht gewandelt, denn der Fokus liegt immer noch darauf, Brust, Taille und Hüfte sanft zu umspielen. Sämtliche, zeitgemäßen Ausführungen der Corsage fokussieren die Körpermitte des weiblichen Geschlechts und stärken hiermit die Sichtbarkeit der Relation zwischen Brüsten, Hüfte und Taille zueinander, um den Korpus der Frau ausgesprochen attraktiv auftreten zu lassen.

Verschiedene Modelle und Farbgebungen

Während die Corsage in der Vergangenheit zwar aus kostbaren Gewebeen produziert wurden, so waren sie doch vorwiegend nur in gesittetem Weißton gehalten. Inzwischen dürfen Frauen innerhalb einer gewaltigen Sammlung an ganz unterschiedlichen Corsagen entscheiden. In einem sündigen Schwarz sieht eine Corsage ebenso bezaubernd aus wie auch in einem leidenschaftlichen Rot oder eben eine Brautcorsage. Sie kann bspw. mit Spitze- oder Tüllkomponenteen angefertigt sein und Strasssteine, Federn sowie andere Applikationen haben. Der Phantasie und dem Einfallsreichtum sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Die passende Konfektionsgröße ermessen

Um die genaue Maße für die Corsage zu ermitteln, muss allein die Weite der Taille gemessen werden. Durch die Positionierung der Beine auf Schulterhöhe und Biegen des Oberkörpers zur Seite, lässt sich der genaue Messbereich ersehen. Die Positionen, an welchen die Taille knickt, ist der Messbereich. Die Schnürweite muss -10 gemessen werden, d. h., sofern das Taillenmaß 95 Zentimeter ergeben hat, dann sollte die Schnürweite 85 cm betragen. Die Konfektionsgröße 38 entspricht einem Taillenumfang von 71 cm und Frauen, deren Taille 86 Zentimeter Weite hat, passen in eine Corsage der Größe 44.